Einführung einer Testpflicht an Schulen durch das Bundesinfektionsschutzgesetz

Liebe Eltern und Erziehungsberechtigte,
ab dem 28. April 2021 dürfen Personen die Schule nur noch betreten, wenn ein negativer Test auf das SARS-CoV-2-Virus vorliegt, der nicht älter als 24 Stunden ist.

Ab dem 28. April 2021 muss Ihr Kind zweimal wöchentlich einen Test auf eine Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus durchführen. Ein negatives Testergebnis hinsichtlich einer Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus ist Voraussetzung für die Teilnahme am Präsenzunterricht beziehungsweise an Präsenzangeboten der Schule.
1. Verpflichtet werden

  • a) Schülerinnen und Schüler, die am Präsenzunterricht/Wechselunterricht oder anderen Präsenzangeboten teilnehmen;
  • b) Schülerinnen und Schüler, die an der organisierten Notfallbetreuung teilnehmen;
  • c) Erziehungsberechtigte, die das Schulgebäude betreten wollen;
  • d) alle an Schule Beschäftigten.

2. Die Testung ist für Ihr Kind verpflichtend

  • a) an zwei bestimmten, nicht aufeinanderfolgenden Tagen einer Schulwoche, wenn es in Präsenz am Unterrichtsbetrieb oder der organisierten Notfallbetreuung teilnimmt,
  • b) sofern für Ihr Kind in der betreffenden Schulwoche Präsenzpflicht im Umfang von mindestens zwei Tagen besteht,
  • c) sofern Ihr Kind nur an einem Tag in der Woche in der Schule anwesend ist.

3. Die Verpflichtung kann erfüllt werden durch
das Beibringen einer tagesaktuellen (nicht länger als 24 Stunden zurückliegenden) Bescheinigung über einen Antigen-Schnelltest oder einen anderen Test auf das Coronavirus SARS-CoV-2 mit negativem Testergebnis oder die Teilnahme an einem Selbsttest in der
Schule. Möglich ist:

  • a) die Durchführung eines Selbsttests unmittelbar nach Betreten des Schulgebäudes (Voraussetzung: Einverständniserklärung zur Durchführung eines Antigen-Schnelltests in der Schule/Anlage 2), wobei diese Möglichkeit besteht, soweit aus Mitteln des Landes beschaffte Selbsttests eingesetzt werden.
  • b) eine durch Sie unterschriebene Selbsterklärung (Formular zur Selbsterklärung/Anlage 1) über einen zu Hause durchgeführten Selbsttest auf das Coronavirus SARS-CoV-2 mit negativem Testergebnis;
  • c) eine Bescheinigung über einen Antigen-Schnelltest oder einen anderen Test auf das Coronavirus SARS-CoV-2 mit negativem Testergebnis, der in einem Testzentrum, einer Arztpraxis oder an anderer zulässiger Stelle durchgeführt wurde.


4. Die Verpflichtung gilt nicht
für Schülerinnen und Schüler, die an Abschlussprüfungen teilnehmen. Die Schulen müssen jedoch weiterhin die Möglichkeit der Selbsttestung vor den Prüfungen anbieten. Eine freiwillige Testung gemäß Ziffer 3 a) bis 3c) wird vor der jeweiligen Prüfung ausdrücklich empfohlen.

5. Verfahren bei positivem Testergebnis und bei respiratorischen Symptomen
Ein positiver Selbsttest stellt zunächst nur einen Anfangsverdacht auf eine mögliche Infektion dar. In diesem Fall bitte ich Sie, folgende Schritte zu berücksichtigen:

  • d) Hat sich Ihr Kind in der Schule durch einen Selbsttest positiv auf Covid-19 getestet, wird es zunächst in einem extra Raum betreut. Aus diesem holen Sie oder eine beauftragte Person Ihr Kind von der Schule ab. Volljährige Schülerinnen und Schüler haben in diesem Fall die Schule zu verlassen.
  • e) Sofern ein positives Testergebnis bei Ihrem Kind vor einer Prüfung vorliegt, nimmt es am jeweiligen Prüfungstag nicht an der Prüfung teil. In diesem Fall ist die Teilnahme an der Prüfung am entsprechenden Nachschreibtermin vorgesehen.
  • f) Bitte lassen Sie im Falle eines positiven Selbsttests Ihres Kindes unverzüglich einen PCR-Test beim Hausarzt durchführen. Erst damit kann abschließend festgestellt werden, ob tatsächlich eine Infektion mit SARS-CoV-2 vorliegt. Ein Nachweis über eine ärztliche Konsultation ist durch die Ihnen bekannte Selbsterklärung zu erbringen.
  • g) Ihr Kind bleibt in häuslicher Selbstisolation, bis das Ergebnis des PCR-Tests vorliegt.
  • h) Fällt dieser PCR-Test negativ aus, kann Ihr Kind die Schule wieder besuchen.
  • i) Fällt dieser PCR-Test positiv aus, entscheidet das zuständige Gesundheitsamt vor Ort über das Kontaktmanagement und das weitere Vorgehen in der Schule.
  • j) Sofern Krankheitssymptome, die die Atmung betreffen, oder Fieber auftreten, ist der Schulbesuch, einschließlich die Teilnahme an Abschlussprüfungen, untersagt.

 

Ich möchte Sie an dieser Stelle darauf hinweisen, dass Erziehungsberechtigte, die Ihren Kindern den Test nicht ermöglichen und der Testverpflichtung des Bundesgesetzes nicht nachkommen, sich damit entscheiden, dass ihre Kinder nicht an den Präsenzangeboten bzw. dem Unterricht teilzunehmen dürfen. In dem Fall erhalten die Schülerinnen und Schüler Aufgaben zur eigenständigen Bearbeitung, haben jedoch keinen
Anspruch auf Beschulung in Distanz.
Informationen zu den Selbsttests und zu deren einfacher Anwendung können Sie auf der Homepage des Ministeriums für Bildung Wissenschaft und Kultur unter folgendem Link nachlesen:

Corona-Teststrategie

Zu Fragen des Datenschutzes erhalten Sie alle notwendigen Informationen von Ihrer Schule.
Selbstverständlich gelten auch weiterhin die anderen notwendigen Hygienemaßnahmen an den Schulen, die Ihnen und Ihren Kindern bereits bekannt sind.

Ich danke Ihnen und vor allem Ihren Kindern von Herzen für Ihre Ausdauer und dafür, dass Sie mithelfen, die Schulen in Mecklenburg-Vorpommern in dieser Pandemie sicherer zu machen. Wenn alle mitmachen, wird es gelingen, dass die Schulen recht bald wieder zurück in den Präsenzunterricht wechseln können.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien Gesundheit und weiterhin viel Durchhaltevermögen.

Mit freundlichen Grüßen
gez. Bettina Martin

Das gesamte und weitere Dokumente (siehe unten)

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